Vorweg:
Fast jeder unserer Kunden hat
in irgendeiner Form zumindest Zugriff auf einen Computer.
Diese wunderbaren Geräte können uns die Vorstufe
zum Drucken sehr erleichtern – unfachgemäß
bedient aber auch erschweren. Um eines klarzustellen: Nicht
alles, was auf dem heimischen Monitor oder im Tintenstrahlausdruck
gefällt, ist 1 zu 1 im Siebdruck umsetzbar, jedenfalls
nicht in einer wirtschaftlichen Weise.
Geschmack
Über Geschmack lässt
sich bekanntlich nicht streiten. Und nicht an jedem ist
ein Grafiker verlorengegangen. Trotzdem sollte es Ziel jedes
Entwurfs sein, dass die bedruckten Textilien später
auch gerne getragen werden. Dabei gilt folgende Grundregel:
Weniger ist mehr! Wer rennt schon wirklich gerne mit mit
einem riesigen, bunten Aufdruck als Reklamesäule umher?
Insbesondere auf der Vorderseite eines Textils werden dezente,
schlichte Logos viel eher angenommen als flächige,
mehrfarbige Motive (natürlich gibt es Ausnahmen von
der Regel). Auf dem Rücken darf es ruhig etwas größer
sein.
Was soll mit dem Druck bewirkt
werden?
Unsere Kunden bezwecken teilweise
sehr Unterschiedliches mit Ihren Druckaufträgen. Die
Palette reicht von „Fun-Drucken“ auf den billigsten
T-Shirts bis zur dezenten Stickerei auf hochwertigen Jacken.
Der eine sucht einen mehr oder weniger einmaligen Gag, der
andere ein Produkt, welches über einen langen Zeitraum
genutzt werden soll. Meistens bezwecken unsere Auftraggeber
die gemeinsame Außendarstellung einer Gemeinschaft,
sei es eine Firma, ein Verein oder ein Abiturjahrgang. Das
Ganze soll schön aussehen und gut erkennbar sein. Zu
diesem Zwecke sollte eins versucht werden: Kontrast herstellen!
Helle Farben auf dunkle Textilien und dunkle Farben auf
helle Textilien. Wenig verschiedene Farben verwenden (Jede
Farbe verursacht darüber hinaus zusätzliche Kosten!).
Farbig oder schwarz-weiß?
Diese Frage stellt sich im Siebdruck
so nicht. Anders als im CMYK-Offset (Papier) drucken wir
im Regelfall Sonderfarben. Darunter sind nicht unbedingt
besondere Farben zu verstehen, sondern lediglich gesonderte
Farbtöne. Was das bedeuten soll? Werfen Sie einen Blick
in das Innere eines Tintenstrahldruckers. Dort finden Sie
im Regelfall 3 bis 6 Kartuschen, die schwarz, hellblau,
hellrot und gelb sind. Alle Farben, die ausgedruckt werden,
bestehen zu bestimmten Anteilen aus diesen Grundfarben.
Ein kräftiges grün beispielsweise setzt sich aus
blau und gelb, unter Umständen noch aus etwas schwarz
zusammen. Ein kräftiges grün im Siebdruck würden
wir mit einer einzigen Farbe, zum Beispiel „HKS 57“
drucken. Wenn Sie also nur grün drucken möchten,
berechnen wir einfarbigen Druck, wenn Sie grün und
orange drucken wollen, berechnen wir zweifarbigen Druck,
usw. Und, was immer sehr gerne genommen wird: Wir drucken
natürlich auch weiß auf farbige Textilien. Manchmal,
bspw. wenn Bilder gedruckt werden, ist es auch im Siebdruck
unerlässlich, im CMYK-Verfahren zu drucken. Dies ist
aber etwas schwieriger als bei Offset auf Papier, lassen
Sie sich dann bitte gesondert von uns beraten.
Welches Dateiformat ist denn
nun richtig?
Das lässt sich so nicht
so einfach beantworten. In der Regel ungeeignet sind Word,
Excel, Powerpoint, Publisher, GIFs, Internet-JPGs. Geeignet
sind Freehand, Illustrator, CorelDraw, Pagemaker, QuarkXPress,
InDesign, u.U. auch Photoshop. Aber auch mit diesen Programmen
kann man einiges falsch machen. Es nützt jedenfalls
nichts, ein gering auflösendes Bild aus dem Internet
in einem Grafikprogramm einzufügen, das Bild wird dadurch
nicht besser.
Ein paar Regeln:
einfarbiger Druck
Hier ist es uns schon wieder
fast egal, wie die Daten angeliefert werden, auch Word und
alle anderes Office-Applikationen sind möglich. Hauptsache,
die Schrift wird mitgeliefert und eventuelle Grafikelemente
sind hoch aufgelöst (mindestens 600 dpi). Lassen Sie
alles in schwarz und suchen Sie sich bei uns anhand eines
Farbfächers eine Druckfarbe aus. Bei einfachen Motiven
reicht auch ein guter Ausdruck oder ein Briefkopf/eine Visitenkarte.
Auch Tif und JPG, jedoch mit mindesten 300 dpi, besser 1200
dpi in der gewünschten Größe sind möglich.
mehrfarbiger Druck
Hier sollte nach Möglichkeit
schon ein professionelles Grafikprogramm benutzt werden.
Schwierig wird es, wenn Druckfarben direkt aneinander grenzen.
In diesem Fall benötigen wir die Original-Grafikdatei.
Entwerfen Sie das Motiv so, wie Sie es sich wünschen
und definieren Sie ruhig Ihre Farben. Bitte liefern Sie
alle Schriften mit oder wandeln SIe die Schrift in Zeichenwege
(„Kurven“) um. Später müssen wir an
der Originaldatei die Separationseinstellungen vornehmen.
Arbeiten Sie mit Photoshop, geben Sie uns bitte die PSD!
Denken Sie daran, dass man Pixelgrafik nicht beliebig vergrößern
kann, arbeiten Sie also immer in der gewünschten Druckgröße.
Raster- und Bilderdruck
Bitte lassen Sie sich vor der
Motiverstellung/Bildauswahl von uns persönlich und
kostenlos beraten. Bitte überlassen Sie uns das Einscannen
von Bildern. Wollen Sie Farbverläufe anlegen, bedenken
Sie bitte, das dem im Siebdruck Grenzen gesetzt sind. Im
Zweifel gilt wieder: Weniger ist mehr. Wollen Sie Bilderdruck
auf 20 T-Shirts – lassen Sie es sein, das wird zu
teuer, nehmen Sie dann lieber ein einfarbiges Motiv.
Windows, Macintosh und Linux
...
... ist uns eigentlich egal.
Wir benutzen Macs und PCs. Linux-Formate bitte konvertieren.
Wichtiger sind Auflösung und Schriften!
So ein Datenwirrwar!
... ist es gar nicht. Im Zweifel
geben Sie uns erstmal alle Daten in allen Formaten, die
Sie haben. Wir beraten Sie dann gerne und natürlich
kostenlos, wie das Motiv unter Umständen umgesetzt
werden kann. Irgendwie kriegen wir das schon alles gedruckt!